Abschied von Bettina - Buchhandlung Hofmann - Gemünden

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Leseproben

Thomas Schweizer „Abschied von Bettina“

ISBN 978-3-932737-24-4
164 S. - 21,0 x 14,8 cm, € 11,90, Softcover

Bettina Schweizer ist 44 Jahre alt, als sie sich wegen eines gutartigen Geschwürs operieren lassen will. Doch es ist Krebs. Ein erbitterter Kampf gegen die todbringende Krankheit beginnt, zuerst nach den Regeln der Schulmedizin. Bettina Schweizer wird operiert und dann bestrahlt. Doch der Krebs kehrt immer wieder zurück.
Die Möglichkeiten der Schulmedizin sind nun ausgeschöpft. Daraufhin beginnt die Suche nach alternativen Heilmethoden. Der Ehemann
Thomas Schweizer beschreibt das gemeinsame Ringen um Heilung, Hoffnung und Rückschläge und schließlich auch den bewegenden
Abschied von seiner Frau.
Wichtige Themen wie Glauben, Zweifel und die Annahme des Todes kommen dabei zur Sprache, ebenso die Frage: „Was hilft uns der Glaube an Gott?“

Der Autor Thomas Schweizer ist Pfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und lebt derzeit in Gemünden am Main.


978-3-932737-24-4

€ 11,90


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„Abschied von Bettina“
von Thomas Schweizer

ISBN 978-3-932737-24-4



Leseprobe:


Die erste Operation – und eine böse Überraschung

18. Mai – 1. Juni 2009
Am Montag, den 18. Mai 2009, bringe ich Bettina ins Krankenhaus. Es ist knapp zwei Wochen vor Pfingsten. Die Operation ist für Mittwoch angesetzt. Vorher sollen noch einige Untersuchungen durchgeführt werden. Natürlich ist Bettina unruhig – wer ist das nicht vor einer Operation? Die Entfernung der Gebärmutter ist keine Kleinigkeit. Aber wirkliche Angst haben wir nicht. Ich verabschiede mich am Abend mit dem Versprechen, am nächsten Tag wieder zu kommen – sobald es mir möglich ist.
Am Dienstagvormittag ruft sie mich überraschend an. „Mir geht es gar nicht gut. Eben war die Ultraschalluntersuchung. Seitdem blutet es, es hört gar nicht mehr auf. Und beim Ultraschall haben die auch was entdeckt.“
„Soll ich kommen?“ frage ich.
„Nein. Du kommst ja sowieso heute Nachmittag“.
Mittags telefonieren wir noch einmal. Die Blutungen sind schlimmer geworden.
„Die kriegen das nicht in den Griff“, sagt sie, und dann: „Ich muss jetzt aufhören, wir telefonieren später wieder“.
Doch etwa eine Stunde später ist es nicht meine Frau, sondern die Stationsleitung, die anruft. „Ihre Frau kommt jetzt in den Operationssaal. Die Blutungen lassen sich nicht stillen. Sie muss sofort operiert werden, sonst verblutet sie.
„Soll ich kommen?“ frage ich auch jetzt.
“Nein“, antwortet die Schwester, „Sie können jetzt sowieso nicht zu ihr.“ Also entschließe ich mich erst noch das Taufgespräch zu führen, das ich für heute vereinbart habe.
Es ist ein wunderschöner Tag. Ich fahre mit dem Motorrad zu den Taufeltern. Ob sie merken, dass ich mit meinen Gedanken nicht so ganz bei der Sache bin? Nach dem Gespräch fahre ich gleich weiter, direkt nach Würzburg. Meine Frau ist noch nicht wach und liegt im Aufwachraum. Ich gehe zu ihr. Bald darauf wacht sie auf. Sie hat die Operation gut überstanden.
Als dann ein Arzt kommt, erfahren wir die schlechten Nachrichten. Bei der Ultraschall-Untersuchung wurde entdeckt, dass außer dem Myom an der Gebärmutter noch ein anderes Geschwür ist, wahrscheinlich Krebs.

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